Gott, Geist oder Zufall?

  » Gästebuch « | Home  | Die Analyse eines Spekulanten | Forum | Buchempfehlungen |


 
|  SERIE - 1  2  3  4  5  6  7  8  9  10   |  weiter  |  zurück  | 
  FILE 1238585744
FILE 1238585744
Schauen Sie diese Seite:

http://www.toni-all.com/deutsch/schreiben/unendlichkeit/vorwort.html

Schöne Grüße Toni

info@toni-all.com
Regensburg, , 01-04-2009 13:35:44Uhr
FILE 1232583749
FILE 1232583749
Die von Sinoradz aufgeführten Argumente gehen ein klein wenig am Thema vorbei, denn meine Argumentation lautet wie folgt:

1. Ein zufällig entstandenes Universum kann verworfen werden, da wir die Kombination “Ursache = Zufall” nicht kennen. Dies trifft auch für einen “Gott” zu.

2. Der Zufall, den wir kennen, ist ein in das Universum integrierter Zufall, der durch die Naturgesetze beherrscht wird. So definiert, kann er offensichtlich Leben dann auslösen, wenn die Bedingungen stimmen und die Zeit dafür reif ist. (Argumentation Hoimar v. Ditfurth)

3. Wenn der Zufall aber Leben auslösen kann, wenn die Zeit dafür reif ist, taucht zwangsläufig die Frage auf, auf welcher Ebene die “Bedingungen” definiert wurden.

4. Wenn wir den Gott und den Zufall verwerfen, bleibt als einzige Erklärung nur noch eine geistige Ebene übrig, da die mathematische Symmetrie der Naturgesetze auf einen geistigen Hintergrund zurückgeführt werden kann. (Argumentation HEISENBERG) Auch die Aussagen von vielen Physikern wie DÜRR, CAPRA, JANTZSCH, BOHM, SCHRÖDINGER usw. gehen in Richtung “Geist”, da die Versuche der Quantenphysiker ergeben haben, dass die strikte Trennung von Geist und Materie nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Auch Philosophen wie ARISTOTELES, HEGEL, SPINZOZA etc. vertraten diese Meinung.

Viele Grüße

Paul


paulmooser@derspekulant.info
München, , 22-01-2009 01:22:29Uhr
FILE 1232060755
FILE 1232060755
Ich halte von den ganzen Zahlenspielchen, wie unwahrscheinlich das menschliche Leben angeblich ist, rein gar nichts.

Die Logik allein sagt schon, dass jeder intelligente Beobachter sich mit 100% Wahrscheinlichkeit in einem Universum widerfinden muss, dass seine eigene Existenz erlaubt, selbst wenn dieses Universum selber noch so unwahrscheinlich wäre.

Von daher seh ich in unserer Beobachtung jetzt nichts, woraus ich auf die Existenz eines Schöpfers schliessen könnte. Wenn wir von Zeit und Raum reden, beziehen sich auch nur auf dieses Universum, nicht auf alles was prinzipiell denkbar wäre und irgendwie existieren könnte.

D.h. die Annahme, dass dieses Universum eigentlich unwahrscheinlich ist, beruht auch schon mal auf der Annahme einer Begrenztheit beim Auswahlvorgang.

Allerdings könnte die Anzahl der Universen, die jemals in irgendeiner Form existent werden, jede beliebige Zahl zwischen 1 und unendlich bzw auch unendlich sein, wobei prinzipiell für uns nicht bestimmbar ist, wie es denn nun genau ist. Ja wir haben nichtmal eine Chance zu sagen, was denn wahrscheinlich davon ist.

Also Fazit:
- Wir wissen, dass sich intelligentes Leben zwangsweise in einem Universum wiederfinden wird, wo es leben kann. Genau das beobachten wir natürlich auch. Nicht gerade erstaunlich.
Darüber hinaus wissen wir:
- Es ist prinzipiell unmöglich, auch nur eine Wahrscheinlichkeitsaussage darüber zu machen, wieviele belebte Universen es gibt, gab, geben wird, von 1 bis unendlich alles möglich.

Ja sorry, wenn man die zwei Dinge zusammenfasst, wie will man da noch mit Wahrscheinlichkeiten gegen die eigene Existenz argumentieren. Das wäre in meinen Augen wie Kaffeesatzlesen.

Wenn mal ein berühmter Physiker zu einer anderen Aussagen verleiten lässt, dann zeigt dass in meinen Augen nur, dass sie auch nur Menschen sind.

sinoradz@googlemail.com
, , 16-01-2009 00:05:55Uhr
FILE 1231593863
FILE 1231593863
Hallo Dennis,

Ja, ich halte die von Herrn Bauer dargestellten (neuen) Mechanismen für den Ablauf der Evolution tatsächlich für wesentlich besser, als die bisherige Kombination in Form von Zufall und Selektion.
Diese Kombination ist nicht haltbar, was ich im Kapitel “Zufall und die Atheisten” auch ausführlich begründet habe. Bauer schreibt auch nicht, dass er die Evolution ablehnt, sondern argumentiert in erster Linie gegen den blinden Zufall, wie er zum Beispiel von DAWKINS verwendet wird. Was mich immer wundert, ist die Tatsache, dass die Biologen bei den Aussagen von DAWKINS bei Weitem nicht so kritisch sind, wie es gegenüber den “Abweichlern” von der reinen Lehre der Fall ist. Ein Beispiel: DAWKINS schreibt in seinem Buch “Der Gotteswahn” Folgendes:

"Eine andere beliebte Metapher für extreme Unwahrscheinlichkeiten ist das Zahlenschloss an einem Banktresor. Theoretisch könnte ein Bankräuber Glück haben und rein zufällig die richtige Kombination treffen. In der Praxis ist das Schloss mit einem so großen Unwahrscheinlichfaktor konstruiert, dass ein solches Szenario quasi ausgeschlossen ist – es ist fast ebenso unwahrscheinlich wie die Entstehung von Fred Hoyles Boing 747. Aber stellen wir uns einmal ein minderwertiges Zahlenschloss vor, das uns nach und nach kleine Anhaltpunkte liefert – die Entsprechung zu den »Wärmer, wärmer«–Rufen von Kindern beim Topfschlagen oder Ostereiersuchen mit verbundenen Augen. Angenommen, die Tür öffnet sich jedes Mal ein kleines Stück weiter, wenn man der richtigen Einstellung näher kommt, und jedes Mal fällt ein wenig Geld heraus. Dann hätte der Räuber den Tresor in kürzester Zeit ausgeräumt". (31) RICHARD DAWKINS

Haben Sie jemals gehört, dass ein Evolutionsforscher gesagt hätte, dass solche Aussagen absoluter Blödsinn sind und mit dem Darwinismus in kleinster Weise übereinstimmen! Die reine Lehre des Darwinismus kennt keine Zielvorgaben, wie es beim Ostereiersuchen von Kindern der Fall ist!!! DAWKINS argumentiert demnach mit einer zielgerichteten Entwicklung, was aber offensichtlich keinem Biologen mehr auffällt. Zumindest habe ich nichts davon gelesen oder gehört.

Der Verband der AG Evolutionsbiologie im Verband Biologie, Biowissenschaften & Biomedizin und auch Herr Prof. Axel Meyer sollten demnach zuerst einmal die Qualität der eigenen Argumente überprüfen, bevor sie sich kritisch gegenüber „Abweichlern äußern.

Kurz gesagt: Das neue Buch von Herrn Bauer ist hervorragend geschrieben und weist den Weg in die richtige Richtung. Deshalb: 5 Punkte und absolut lesenswert.

Viele Grüße

Paul Mooser



paulmooser@derspekulant.info
München, , 10-01-2009 14:24:23Uhr
 
|  SERIE - 1  2  3  4  5  6  7  8  9  10   |  weiter  |  zurück  | 


NEUER EINTRAG 
hier klicken
   






 

© 2010 Paul Mooser | Alle Rechte vorbehalten
STARTSEITE | IMPRESSUM | KONTAKT